Willkommen auf der Webseite des Osternburger Schützenvereins "Tell" von 1898 e.V.

Tell Osternburg

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Die ersten Vorsitzenden seit Gründung des Vereins

1898- 1899
Otto Koopmann
1900- 1903
Karl Ohlhoff
1903- 1903
H. Bümmerstede
1904- 1905
Fr. Heinecke
1906- 1918
Karl Ohlhoff
1919- 1920
Bernhard Feyen
1921- 1933
Karl Sünderbruch
1934- 1953
Dietrich Hanken
1954- 1954
Oskar Weiß
1955- 1956
Oskar Zimmer
1957- 1965
Erwin Morick
1966- 1972
Enno Rosenow
1972- 1974
Oskar Zimmer
1974- 1985
Ernst Klappstein
1986- 1992
Karlheinz Claus
1992- 1995
Egon Zimmer
seit 1995
Heinz Theodor Scheller



Die Geschichte des Vereins

Im Jahre 1898 hatte in der damaligen Gemeinde, dem jetzigem Stadtteil Osternburg, an der Wunderburgstr./ Schützenhofstr. in einem kleinem Wäldchen der Osternburger Schützenverein sein Domizil.
Dort befanden sich der Schützenhof „Zur Wunderburg“ und die großen Schießstände. Das heutige Kleingartengelände davor diente als Schützenwiese und Schützenplatz.

Ob nun die jungen Leute aus dem Gasthaus „Zur grünen Eiche“ an der Bremer Heerstr. der Weg zur Wunderburg zu weit war, oder ihnen das Schießen mit den großen Waffen zu teuer war (es waren überwiegend Handwerksgesellen, die sich für den Schießsport interessierten) kann heute nicht mehr festgestellt werden.
Jedenfalls trafen sich am 25. September 1898 Johann Gewald, Fritz Heinicke und Otto Koopmann im Kegelzimmer der „Grünen Eiche“, um über die Gründung eines Saal-Schießvereins zu beraten.

Geschossen werden sollte im Saal mit einem Zimmerstutzen, mit dem man auch abends bei Licht schießen konnte, und deshalb nicht – wie bisher – nur auf die Sonntagvormittags angewiesen war.
Die Namensgebung des neuen Vereins war zunächst ein Problem, bis die Tochter des damaligen Wirtes Lüder Koopmann „Alwine“, die Lösung hatte.
„Nennt ihn doch nach unserem Dalmatiner!“, der es sich zu den Füßen der drei Gründungsmitglieder bequem gemacht hatte.
So geschah es auch, der Saal-Schießverein „Tell“ wurde aus der Taufe gehoben.

Um die Jahunderwende bildeten sich in der Umgebung weitere Saal-Schießvereine, z.B.
„Freischütz“-Osternburg im Drielaker Hof,
„Centrum“-Osternburg im Bümmersteder Courier,
„Treffer“-Osternburg im Gasthof zur Glashütte
„Tell“-Wechloy im Drögen Hasen
„Hundsmühlen“ im Hundsmühler Krug
Diese Vereine schlossen sich einer Delegiertentagung im Drielaker Hof zu einem „Bund der Saal-Schießvereine“ zusammen.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen die Schützen des „Tell“-Osternburg, eine Vereinsfahne mit einem Gesamtwert von 150 Mark einschließlich allen Zubehörs zu beschaffen.

Als Farbe wurde grün/ weiß bestimmt.
Die Inschrift auf der Vorderseite lautete: Saal-Schießverein „Tell“ Osternburg von 1998
Die Inschrift auf der Hinterseite lautete: „Mut, Kraft und Besonnenheit sind des Schützen treu Geleit“
Die Fahnenweihe erfolgte am 19. Juli 1908 mit einem Volksfest, einem Festmarsch, Feuerwerk und vielem mehr.

Es folgten weitere Jahre intensiver Vereinsarbeit.
Einer der ersten Schützenkönige des Vereins war Heinrich Schröder, der diese Würde von 1913 bis 1919 trug.
Es ist jedoch anzunehmen, das es auch vorher schon Schützenkönige im Verein gegeben hat.

Im August 1914 begann der I. Weltkrieg.
Der Schießbetrieb wurde zunächst unterbrochen, wurde jedoch bereits im Januar 1919 wieder aufgenommen. Im August desselben Jahres wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Es dauerte jedoch drei Jahre, bis der Schützenbund sich wieder zur Arbeit zusammen fand. Leider dauerte der Zusammenschluss der Schützenvereine nicht lange an, da einige Vereine abfielen.

Kurz nach beginn des II. Weltkrieges musste der Verein seine Selbständigkeit aufgeben und sich dem Deutschen Schützenbund anschließen.

Nach Kriegsende ruhte das gesamte Schützenwesen zunächst.
Erst im Januar 1954 wurde aus dem Saal-Schießverein der Osternburger Schützenverein „Tell“ von 1898.
Osternburg hatte damit wieder einen Schützenverein, der es als seine Aufgabe ansah, dem Schützenwesen neuen Auftrieb zu geben.

Hierzu gehörte natürlich auch ein Schießstand.
Nach längeren Verhandlungen mit der Stadt Oldenburg wurde dem Verein das alte Kinderheim in Sandkrug zum Abbruch geschenkt.
Fleißige Hände sorgten dafür, das der Abbruch termingerecht durchgeführt wurde.
Die Steine wurden in Eigenleistung nach Osternburg geschafft und dienten dem Aufbau des Schützenheimes.
Grundsteinlegung war am 28. Juni 1958 durch unser Ehrenmitglied Henny Hanken.
Im Jahre 1959 konnte unser Schützenheim seiner Bestimmung übergeben werden.

Wesentlichen Anteil an den Aufbauarbeiten hatten unsere Schützenbrüder Dietrich Hanken, Georg Eden und Heinrich Schröder.
Ihrem unermütlichen Einsatz war es zu verdanken, das das Ziel so schnell erreicht werden konnte.
Hiervon zeugt auch eine Mamortafel, die einen Ehrenplatz in unserem Schützenheim erhalten hat.

1975 wurde die Damenabteilung des Vereins gegründet, die in den vergangenen, über 30 Jahren, zahlreiche sportliche Erfolge erzielen konnte.

Die Fahnenweihe einer neuen Vereinsfahne, die ein Vielfaches der ersten Fahne gekostet hat, fand 1978 auf dem Sportplatz am Uhlenweg unter großer Beteiligung der befreundeten Schützenverein statt.

Im Mai 1978 mussten wir leider unseren Kleinkaliberstand schließen, da die Außenwände einzustürzen drohten.
Wegen der Lage des Schießstandes in einem Wohngebiet war ein Wiederaufbau nicht genehmigungsfähig.

Als Ausgleich konnten jedoch die Anzahl der Luftgewehrstände erweitert werden.
Der Verein verfügt nunmehr über 8 Luftgewehrstände sowie über eine Anlage für eine laufende Scheibe.

Heute kann der Verein auf eine mehr als hundertjährige Vereinsgeschichte zurückblicken.